Cluster

Die Untersuchungen im Projekt finden in vier verschiedenen regionalen Clustern statt, in denen unterschiedliche Schwerpunkte hinsichtlich der technischen und sozioökonomischen Gegebenheiten existieren. Zu jedem Cluster gehören ein- oder mehrere Untersuchungsquartiere. Aufgrund der verschiedenen SChwerpunkte in den einzelnen Clustern können breite Wissens- und Erfahrungsressourcen aufgebaut und weiteren Regionen verfügrbar gemacht werden.

Auf Basis der Untersuchungen in ausgewählten Quartieren der Cluster werden gemeinsam mit den Akteuren vor Ort konkrete, idealerweise auf vergleichbare Quartiere oder Stadteile übertragbare Empfehlungen entwickelt.

Im Folgenden finden Sie eine kurze Beschreibung der Cluster

Cluster Saarlouis (Mittelstadt mit diversen Versorgungsoptionen)

Die Betreuung des Clusters vor Ort erfolgt durch das IZES.
Konkretes Ziel im Cluster Saarlouis ist eine hochwertige und nachhaltige Fernwärmeversorgung.

Cluster Osnabrück – Georgsmarienhütte und Bramsche (Mittelstädte mit Industriebezug)

Das Cluster Osnabrück besteht aus den beiden Städten Bramsche und Georgsmarienhütte mit jeweils unterschiedlichen Quartieren. Beide Kommunen können als Mittelstädte mit Industriebezug umschrieben werden. Vor Ort existieren mit den jeweiligen Stadtwerken und einigen Unternehmen bereits aktive Akteure, die auf verschiedenen Gebieten der gemeinsamen Energieversorgung bereits aktiv geworden sind. Einige nehmen ebenfalls als assoziierte Partner an KoWa teil.

Auf Ebene des Landkreises Osnabrück und der Stadt Georgsmarienhütte existieren bereits Klimaschutz(teil)konzepte, Bramsche nimmt an der Nationalen Klimaschutzinitiative teil. In beiden Städten liegen Ergebnisse aus den vorangegangenen Projekten ReWIn – Regionales Wärmekataster Industrie und PlnA – Planungsportal Industrielle Abwärme vor, auf die KoWa zurückgreifen kann.

Das Ziel im Cluster Osnabrück ist neben der Nutzung industriellen Abwärmenutzung der Ausbau von Synergien zwischen Industrie, Kommune und anderen Akteuren.

Das Quartier in Georgsmarienhütte ist geprägt durch das zentral gelegene Elektrostahlwerk und weitere Industrieunternehmen im Stadtgebiet. Daher liegen die Schwerpunkte auf der Nutzung von Abwärme und der Erweiterung bestehender Wärmeversorgungssysteme. Weiterhin sollen auch KWK, EE-Wärme sowie Wärme-/ Kältetransformation betrachtet werden.

Bramsche selbst ist eine Kleinstadt, die durch gemischte Gebiete mit Wohnen, Gewerbe und Industrie geprägt ist. Die Wohnbebauung besteht hauptsächlich aus Ein- und Zweifamilienhäusern und vereinzelten Mehrfamilienhäusern. Nur ein kleiner Teil eines Neubaugebietes besitzt ein Wärmenetz. Die stadtnahen Industrieunternehmen weisen Abwärmepotenziale auf, eine Nutzung zu Gebäudeheizzwecken im Bereich Wohnen bzw. Handel und Gewerbe konnte bisher noch nicht realisiert werden.

Das Cluster wird vor Ort von der Hochschule Osnabrück betreut.

Cluster Berlin (Großstadt mit diversen Versorgungsoptionen)

Das Cluster Berlin ist als Großstadt mit diversen Versorgungsoptionen gekennzeichnet. Als Untersuchungsgebiet dient zunächst die Mierendorff-Insel. Der Wärmemarkt in Berlin ist wettbewerblich geprägt. Wesentlich Anbieter sind Vattenfall und die GASAG, wobei letztgenannte als assoziierter Partner am Projekt teilnimmt. Die Versorgungsstruktur in der Großstadt ist grundsätzlich heterogen.

In Berlin gibt es bereits umfangreiche Vorarbeiten. Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm bildet den Rahmen für zahlreiche Projekte und Maßnahmen. Auch im Untersuchungsquartier Mierendorff-Insel gab es seit 2017 umfangreiche Vorarbeiten im Rahmen des Projektes „Klimaschutz und Energieeffizienz auf der Mierendorff-Insel“, auf die KoWa zurückgreifen kann.

Die Großstadt ist durch Mehrfamilienhäuser und große Mehrfamilienhäuser geprägt. Bei der Mierendorff-Insel handelt es sich um ein Nutzungs- und sozial gemischter Bestandsquartier mit einer Vielzahl an Gebäudetypologien, Sanierungszuständen und energetischen Versorgungslösungen. Konkretes Ziel im Cluster Großstadt ist die Erarbeitung von Versorgungslösungen in diesem heterogenen Umfeld.

Das Cluster Berlin wird durch die HWR Berlin betreut.

Cluster Sömmerda (Kleinstadt mit mit diversen Versorgungsoptionen )

Neben einigen historischen Gebäuden prägen v.a. Siedlungen mit Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbe- und Industriebetriebe das Stadtbild der thüringischen Kreisstadt Sömmerda. Im Stadtgebiet existieren verschiedene Versorgungsmodelle einzelner Stadtteile bzw. Quartiere, welche zu unterschiedlichen Zeiten in Betrieb gesetzt wurden. Der westliche Teil der Stadt sowie Teile des Südens werden über ein Fernwärmenetz versorgt. Der nordöstliche Teil ist an einem Erdgasnetz angeschlossen. Zudem existieren Versorgungslösungen mit kleineren Nahwärmenetzen. Aufgrund steigender Zuwanderungszahlen wird die Stadt mittel- und langfristig neue Siedlungsgebiete erschließen. Hierzu wurden und werden durch die zuständigen Versorgungsbetriebe verschiedene Versorgungsoptionen untersucht. Projektpartner vor Ort ist die Sömmerdaer Energieversorgung GmbH, sowie deren Anteilseigner Stadt Sömmerda und Steag New Energies GmbH.